Erstausstattung für Säuglinge - Was unbedingt dazu gehört

Erstausstattung für Säuglinge - Was unbedingt dazu gehört

HURRA, DAS BABY IST DA!

„Wir erwarten ein Kind!“ ist wohl einer der schönsten Verkündungen, die du als werdende Mama mit deinem Partner in die Welt tragen kannst. Schon während der Schwangerschaft macht ihr euch Gedanken darüber, was ihr künftig für euer kleines Wunder brauchen werdet. Von anderen (werdenden) Eltern habt ihr bereits erfahren, was unbedingt in die Erstausstattung muss und auf was getrost verzichtet werden kann. Allerdings sind diese Vorgaben so individuell wie euer Zusammenleben.
Auch wir möchten dich bei der Zusammenstellung der wichtigsten Dinge für dein Neugeborenes unterstützen. In diesem Blogbeitrag stellen wir dir vor, was unserer Meinung nach unbedingt in die Erstausstattung gehört.

Der Nestbautrieb

Im letzten Trimester wird er auch dich packen, der „Nestbautrieb“. Wenige Wochen vor der Geburt möchtest du alles für deinen kleinen Neuankömmling perfekt machen. Wenn nicht schon geschehen, werden die Ideen für die Kinderzimmereinrichtung konkret und noch die wichtigsten Sachen besorgt und vorbereitet. Allerdings solltest du in dieser Zeit auch auf dich achten, denn so viel ist zu Beginn des neuen Lebens gar nicht nötig.

Kleider machen Leute und das von klein auf

Bei der Auswahl der Kleidungsstücke, die du für dein Baby brauchst, spielt zunächst die Jahreszeit der Geburt eine ganz große Rolle. Den Geburtstermin solltest du immer im Hinterkopf behalten. Schade ist es ganz besonders, wenn du das ein oder andere niedliche Teil kaufst, das dann nach der Geburt erst einmal bis zur nächsten Saison im Schrank liegen bleiben muss und dann im schlimmsten Fall gar nicht mehr passt.

Bei einem Sommer-Baby solltest du beispielsweise bei der Auswahl darauf achten, dass du deinem Kleinen natürliche und leichte Stoffe anziehst, die luftdurchlässig sind und trotzdem warmhalten. Baumwolle oder Leinen-Stoffe sind hier sehr beliebt, denn sie transportieren Feuchtigkeit ab, wenn dein Kleines schwitzt. Beachte hier, dass sich die Fähigkeit, eigenständig die Temperatur zu regulieren erst im 9. bis 12. Lebensmonat entwickelt. Welche weiteren „Wachstumsschübe“ dein Baby im Laufe seines ersten Lebensjahres durchmacht, kannst du hier nachlesen.

Denke auch daran, dass dein Kleines sich noch nicht äußern kann, wenn ihm etwas wortwörtlich nicht passt. Es fühlt sich in zu enger Kleidung genauso wenig wohl, wie in kratzigen oder zu festen Stoffen und äußert seinen Unmut häufig durch unerbittliches Weinen. Wenn also alle anderen Gründe für das Schreien deines Babys ausgeschlossen wurden, kann es durchaus an der Kleidung liegen.

Als Basis für die Erstausstattung brauchst du Bodys, Strumpfhosen, Schlafanzüge, Strampler, Socken und Mützchen. Mit einer Babydecke hat es dein Kleines immer schön warm und kuschelig. Auch ein Pucktuch gehört in deine Grundausstattung. Hier erfährst du, was es mit dem Pucken auf sich hat und wie es funktioniert.

Bei Oberteilen, Strickjacken, Pullis und Jacken musst du zwischen Sommer und Winter differenzieren. Lange Ärmel und dickere Stoffe sind natürlich essenziell, um dein Baby im Winter warm zu halten. Gleiches gilt auch bei der Wahl des Schlafsacks.

Für das Winterbaby brauchst du im Speziellen zusätzlich noch einen warmen Winteranzug mit klappbaren Fäustlingen, damit die Fingerchen schön warm bleiben. Auch ein Halstuch oder Schal und Handschuhe bzw. Fäustlinge dürfen in der Wintergarderobe nicht fehlen.

Balsam für das Baby: Grundausstattung für das Wickeln und die Körperpflege

Schlafen, Füttern, Windeln wechseln. Dieser Ablauf wird dir als frisch gebackene Mama oder Papa sicher bekannt sein. Zur Körperpflege deines Babys gehört jedoch noch viel mehr! Doch fangen wir beim Wickeln an: Natürlich brauchst du zunächst für die Grundausstattung ausreichend Windeln in der richtigen Größe. Der Markt hierfür ist inzwischen sehr stark gewachsen und du kannst dir dein Lieblingsprodukt ganz einfach aussuchen. Auch bieten viele Online-Shops an, dir die benötigte Anzahl Windeln im Abo zu liefern. Das kann für dich natürlich eine Erleichterung sein, denn dein Vorrat kann so nicht unvorhergesehen zu Neige gehen.

Alternativ habt ihr auch die Möglichkeit euer Kind mit Stoffwindeln zu wickeln. Dies erfreut sich wieder immer mehr Beliebtheit und sorgt für weniger Wickelmüll.

Zum Reinigen empfehlen Hebammen einen einfachen Waschlappen und warmes Wasser in einer Waschschüssel. Natürlich kannst du auch auf die handelsüblichen Feuchttücher zurückgreifen. Wichtig ist, dass du die Leistengegend nachtrocknest, so haben Krankheitserreger keine Chance! Und sollte der Babypopo doch einmal wund werden, ist eine Wundschutzcreme der Helfer in der Not. Schau dir in diesem Video an, wie du richtig wickelst.

Für ein wohltuendes Bad eignet sich eine klassische Babywanne. Die Temperatur des Wassers sollte der des Körpers entsprechen, also zwischen 36 – 37°Celsius liegen, am besten nutzt du hierfür ein Thermometer. Achte jedoch darauf, dass der Raum, in dem du dein Kleines badest, mollig warm ist. Du kennst das selbst noch gut aus dem Schwimmbad: Sobald man das Wasser verlässt, kann es ganz schön kalt werden! Nach dem Baden wickelst du dein Baby in ein Badetuch mit Kapuze, um es sanft abzutrocknen und das Köpfchen dabei schön warm zu halten. WICHTIG! Mit dem Baden sollte erst begonnen werden, wenn die Nabelschnur abgefallen ist. Sprich hier zur Sicherheit gerne mit deiner Hebamme.

Nach dem Bad kannst du dich auch der Nagelpflege widmen. Hierzu solltest du unbedingt eine spezielle Nagelschere für Babys benutzen. Sie verringert die Verletzungsgefahr, wenn dein Kleines einmal nicht ganz so stillhält. Mit einer weichen Babybürste kannst du das Verwöhnprogramm abschließen. Zum einen verhindert es das Verfilzen der Haare, wenn dein Baby bereits mit einer dichten Haarpracht zur Welt kommt. Zum anderen ist es ein ganz schönes Gefühl, damit am Kopf gestreichelt zu werden. Bei Milchschorf und Kopfgneis ist jedoch Vorsicht geboten.

Was in keinem Fall fehlen sollte, ist ein kleines Kirschkernkissen oder eine Wärmflasche, die bei Bauchschmerzen, Blähungen oder den berühmten 3-Monats-Koliken ein wenig Linderung verschafft. Auch ein Fieberthermometer gehört zur Erstausstattung dazu.

Füttern und Stillen

Viele Mamas beschreiben das Stillen als innigsten Moment zwischen sich und dem Neugeborenen. Auch hierfür kannst du dir ein paar Dinge zulegen, die dir später hilfreich sein werden. Selbst so ein kleines Bündel „Mensch“ kann irgendwann schwer werden. Damit Ihr beiden es bequem habt, eignet sich ein Stillkissen zur Unterstützung. Und damit es auch schnell geht, wenn dein Kleines Hunger hat, solltest du dir als Mama einige Still-BHs, Bustiers oder Shirts sowie Stilleinlagen zulegen. Selbst wenn es mit dem Stillen nicht so klappt oder du dich gar dagegen entscheidest, solltest du dafür sorgen, dass dein Baby mit dem wertvollem „Colostrum“, also der Erstmilch versorgt wird. Denn das ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und hilft dem Kleinen dabei, ein stabiles Immunsystem aufzubauen.
Ein Stilltee kann außerdem die Milchbildung anregen. Bei Bedarf kannst du dir zumeist in der Apotheke eine Milchpumpe ausleihen. Zum Aufbewahren eigenen sich Muttermilchfläschchen oder -beutel.

Weitere Hilfsmittelchen, wie Stillhütchen, schützen empfindliche Brustwarzen. Wenn es dafür schon etwas zu spät ist, solltest du bei schmerzenden Brustwarzen auf eine Salbe mit Lanolin oder Multi-Mam Kompressen zurückgreifen können. Wenn einmal was daneben geht, nehmen Spucktücher oder Mullwindeln die überschüssige Nahrung auf.

Im Falle, dass ihr schnell auf Flaschennahrung umsteigen müsst, braucht ihr die geeignete Pre-Nahrung. Dazu solltest du dich mit der Hebamme oder dem Kinderarzt abstimmen. Das Füttern funktioniert dann gut mit Glasfläschchen und dazugehörigen Saugern aus Silikon oder Latex. Steril bekommst du alles durch Abkochen oder mittels Sterilisators.

Das Kinderzimmer und den Schlafplatz einrichten

Weiter oben haben wir dir bereits berichtet, was du braucht, um dein Baby zu wickeln. Wir empfehlen dir, einen Wickelplatz einzurichten. Wie der Name schon sagt, ist ein Wickeltisch ein meist höhenverstellbarer Tisch mit entsprechender Wickelfläche. Zudem ist er oftmals mit Rollen ausgestattet und kann damit leichter im Wohnraum platziert werden. Im Gegenzug dazu verfügt eine Wickelkommode über Stauraum in Form von Schubkästen oder Türen. Hier findet das nötige Wickelzubehör oder die Kleidung bestimmt einen guten Platz. Der Rest kann in einem Kleiderschrank untergebracht werden. Denke auch an eine gemütliche Wickelauflage und austauschbare Molton-Tücher zum unterlegen. Vervollständigt wird dein Wickelplatz mit einem Wärmestrahler darüber und einem Windeleimer daneben.

Beistellbettchen, eigenes Kinderbett oder doch gleich Familienbett? Diese Entscheidung müsst ihr als Eltern ganz individuell auf eure und die Bedürfnisse eures Neugeborenen abstimmen. Gleich für welche Möglichkeit ihr euch entscheidet, oberstes Gebot ist, dass ihr euch wohlfühlt und entspannt zur Ruhe findet. Ein wasserdichter Matratzenschoner und Spannbettlaken zum Wechseln können dir den Alltag gehörig erleichtern. Hebammen empfehlen jeweils einen Schlafplatz für Tag und Nacht. Tagsüber kann ein Stubenwagen oder unsere Wunderwiege ganz wunderbar als Schlafplatz dienen. Eine Spieluhr oder ein Mobile machen die Schlafstätten erst richtig gemütlich und ein Babyphone (CEM) sorgt für die nötige Sicherheit, wenn du dich einmal nicht im direkten Blickfeld aufhältst.

Was tun, wenn es mit dem Schlafen nicht so gut funktioniert? Dann kannst du einmal nachsehen, ob dir unsere 7 Tipps für guten Babyschlaf weiterhelfen können.

Um das Baby zu beruhigen, kannst du bei Bedarf auch auf einen klassischen Schnuller zurückgreifen.

Unterwegs mit dem Baby – Das brauchst du:

Bei der Erstausstattung sollte natürlich deine gut gepackte Wickeltasche nicht fehlen. Hier findet sich bestimmt auch ein wenig Platz für Wechselkleidung, denn ein Malheur ist schnell passiert.

Viele Eltern bevorzugen es, ihren kleinen Schützling direkt am Körper zu tragen und greifen hierbei auf eine Tragehilfe oder ein Tragetuch zurück. Im Winter gehört hierzu auch eine geeignete Tragejacke, die euch gut warmhalten. Die kleine Familie auf großer Fahrt! Im Auto ist natürlich höchste Sicherheit geboten. Das garantiert eine spezielle Babyschale. Mit an Bord ist wahrscheinlich auch ein Kinderwagen mit Sonnen- oder Regenschutz. Für beides ist im Winter ein Fußsack erhältlich, der wiederum für die nötige Wärme und Gemütlichkeit sorgt.

Damit du den Überblick gut behalten kannst, haben wir dir unsere komplette Erstausstattung auch noch einmal als Checkliste zusammengestellt, die du dir hier gerne herunterladen kannst:

Deine Erstausstattung Liste.pdf

Wir wünschen dir eine ganz wundervolle Vorbereitungszeit auf das neue Leben!

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