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Warum schreit mein Baby? Die verschiedenen Gründe für Babyschreien

Warum schreit mein Baby? Die verschiedenen Gründe für Babyschreien

Die ersten Wochen nach der Geburt können oft sehr herausfordernd für frisch gebackene Eltern sein. Es gibt so viele Gründe dafür, dass ein Baby schreit und weint. Da es die einzige Möglichkeit ist, wie sich ein Säugling ausdrücken kann, muss man als Elternteil lernen, den eigenen Schatz zu verstehen. Das gelingt sicherlich mit der Zeit auch immer besser. Doch gerade am Anfang ist es durchaus hilfreich, wenn du eine grobe Orientierung hast und lernst zu verstehen, warum das Baby häufig weint.

Welche Arten des Schreiens gibt es?

Dass es verschiedene Gründe gibt, weswegen ein Säugling weint, macht es nicht gerade einfacher herauszufinden, woran es den Kleinen jetzt gerade fehlt. Hier findest du die wichtigsten Gründe für andauerndes Weinen des Säuglings.

Das Baby schreit aus physiologischen Gründen

  • Neugeborene haben viele körperliche Bedürfnisse, die gestillt werden müssen. Weil sie das noch nicht selbst tun können, weisen sie ihre Bezugspersonen durch Schreien darauf hin, dass sie sich nicht ganz wohl fühlen.
  • Der häufigste Grund für das Weinen eines Babys ist der Hunger. Wenn du dein Kind nach Bedarf stillst und nicht nach einem festen Essensplan, wirst du schnell ein Gespür dafür entwickeln, wann dein Säugling Hunger hat.
  • Weiterhin könnte es sein, dass dein Kind nach einem langen Tag einfach übermüdet oder überreizt ist. Er reibt sich dann die Augen, wird unruhig und jammert vor sich hin.
  • Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Wenn sich das Neugeborene langweilt und ihm die Ansprache fehlt, kann es ebenso zu schreien beginnen.
  • In den ersten Wochen kann es für Neugeborene schwer sein, sich in der neuen Umwelt zurechtzufinden. Daher können ungewohnte Aktivitäten die Kleinen auch schnell aus dem Konzept bringen. Dazu gehört Baden und Umziehen, aber auch, wenn sie plötzlich mit einer neuen Bezugsperson konfrontiert werden. Es kann also sein, dass dein Kind auch in solchen Situationen wiederholt weint.
  • Zuletzt kann das Schreien aber auch nur bedeuten, dass sich das Kleine Zuwendung und Nähe wünscht. Es lässt sich dann schnell beruhigen, wenn es auf den Arm genommen wird.

Das Baby schreit aus pathologischen Gründen

Schwieriger als körperliche Ursachen sind jedoch Gründe, die auf ein gesundheitliches Unwohlsein deines Neugeborenen hinweisen. Folgende Aspekte könnten der Grund für Schmerzen sein:

  • Dazu gehören am häufigsten Verdauungsprobleme der Säuglinge. Viele Kinder leiden unter Blähungen und Bauchschmerzen. Das Schreien äußert sich dann im Zusammenhang mit einer gehärteten Bauchdecke. Oft krümmen die Kleinen auch ihre Beine. Verdauungsprobleme lassen sich meist mit herkömmlichen Methoden und Hausmitteln therapieren und sind in der Regel kein Grund zur Sorge.
  • Außerdem kann es sein, dass dein Liebling wunde Stellen aufgrund von falsch sitzender Lagerung oder Reibung hat und deshalb schreit. Mit der richtigen Pflege lässt sich auch dieses Problem schnell beseitigen.

Wenn du dir nicht sicher bist, solltest du in diesem Fall den Arzt aufsuchen. Besonders wenn dir etwas komisch vorkommt oder das Kind Fieber hat, ist ein Arztbesuch dringend ratsam.

Das Weinen des Kindes ist unspezifisch

In den ersten drei Monaten kommt es mitunter auch vor, dass dein Baby aus unspezifischen Gründen weint. Wenn du keinen ersichtlichen Grund finden kannst und das Weinen meist gegen Nachmittag oder Abend auftritt, könnte es eine normale Erscheinung sein. Zur Sicherheit kannst du auch dies von einer Hebamme oder einem Arzt abklären lassen.

Manche Säuglinge sind jedoch auch so genannte Schreibabys. Sie schreien überdurchschnittlich viele Stunden. Diese Bezeichnung trifft zu, wenn sie an mehr als drei Tagen in einer Woche für mehr als drei Stunden schreien und das über drei Wochen hinweg. In solchen Fällen ist es meist ratsam, sich Hilfe von außen zu holen.

Was kann ich tun, wenn mein Baby schreit?

Es gibt verschiedene Tipps, die helfen, wenn ein Säugling weint:

  • Natürlich solltest du erst einmal ausprobieren, ob du seine Bedürfnisse einfach stillen kannst, zum Beispiel durch Windeln wechseln oder füttern.
  • Oft hilft es auch schon, wenn du deinen Nachwuchs auf den Arm nimmst, ihn herumträgst und ihm Nähe signalisierst.
  • Ruhige Musik und sanftes Schaukeln in der Wunderwiege helfen dem Säugling, sich zu beruhigen.
  • Auch ein Spaziergang an der frischen Luft kann schnell entlastend wirken.
  • Bei Verdauungsproblemen helfen auch Hausmittel wie Tee oder ein warmes Kirschkernkissen oder du trägst den Säugling im so genannten Fliegergriff.
  • Ganz wichtig ist aber, dass du Ruhe bewahrst, auch wenn es schwer fällt. Wenn dein Schatz deine Unruhe spürt, wird es sich auch selbst schwerer beruhigen lassen.

Erste Hilfe, wenn sich der Säugling nicht beruhigen lässt:

Wenn sich dein Kleines trotz aller Bemühungen nicht beruhigen lässt, solltest du aufmerksam werden. Auf keinen Fall darfst du dein Baby aus Verzweiflung schütteln. Schütteltraumata führen nicht selten zum Tod. Konsultiere deine Hebamme oder Kinderarzt, wenn du Hilfe und Unterstützung benötigst. In manchen Städten gibt es auch Schreiambulanzen, in denen sich frisch gewordene Eltern Hilfe suchen können.

Sollte dein Kleines tatsächlich häufig und ohne spezifischen Grund weinen oder zu den Schreibabys zählen, solltest du dir Entlastung suchen. Großeltern, Freunde und Bekannte springen sicher gerne einmal ein, um dir eine Auszeit zu ermöglichen. So vermeidest du, dass du selbst überlastet bist und sich dein Stress auf das Neugeborene überträgt.

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